Bericht 2015

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(Foto: Patrick und Sarah, VP / KM 30,5)

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Die Fotos an :

wupperberge-marathon@web.de

(möglichst kleine Datenmengen!!!)

Die Berichte :

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Mein eigener Bericht erscheint hier am Samstag.

Vom „Das Pulsmesser. Scharf!“

http://daspulsmesser.blogspot.de/2015/09/wupperbergemarathon.html

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Von Manuel Kölker (Seidenraupen Krefeld):

https://seidenraupen.wordpress.com/2015/09/28/ueber-die-wupper-und-weiter-gegangen/

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Von Anna Plattner

WUPPERBERGEMARATHON in Solingen! Geschafft!!!!:-)

Heute stand, wie einige wissen, mein dritter Marathon auf dem Programm. Nach 2 flachen Stadtläufen gab es dieses Mal einen einsamen im Wald, mit 1500 Höhenmetern.
Also war „Berge“ hier tatsächlich Programm und den Namen hat der Marathon sich verdient.
Um 10 Uhr morgens ging es los. Ich hatte keine großen Erwartungen an mich selbst. „Einfach nur gesund ankommen“ war mein Ziel. Bei so vielen Bergen braucht man mit Zeiten eh nicht zu rechnen. Irgendetwas mit 5 Stunden sei realistisch, dachte ich mir.
Ich hatte ja ausschließlich auf den Saisonhöhepunkt, den Triathlon vor 3 Wochen trainiert…und hatte entsprechend keinerlei Läufe über die HM-Marke hinaus seit dem Düsseldorf-Marathon im April. Ein anderer Grund, warum ich mich für völlig verrückt hilt. Dass ich die Ausdauergrundlage für `nen Marathon habe, wusste ich ja, aber ob die Beine das bei der Strecke und ohne echte lange Läufe mitmachen würden? Die Frage würde sich im Verlauf des Marathons klären. Die ersten paar Hügel bin ich noch hochgelaufen, aber schon vor KM 5 dachte ich mir: „Reserve sparen“ und hielt an dem Plan fest, alles was `ne spürbare Steigung hat, zu gehen. Die ersten 5km gingen aber noch überwiegend bergab, deswegen auch nur 31 Minuten für den ersten 5er. Diese Pace sollte sich aber noch gravierend ändern. Der erste ernste Anstiel war der nach Schloss Burg. Da sind auch alle am Gehen gewesen. Wieso auch laufen, wenn man schon beim Gehen `nen Puls von 170 haben kann (Ja, ich bin ausnahmsweise mit Pulsuhr gelaufen. Sonst würde es mich stören, aber da mir die Zeit eh nicht so wichtig war, habe ich die Uhr mitgenommen…Kalorienverbrauch prüfen, nur aus Spaß.)!? Auch habe ich in diesem Abschnitt einen anderen Läufer gefunden, der mein Tempo lief. Wir haben unsere Marathonzeiten auf flacher Strecke abgeglichen, sie waren auch fast identisch. Also beschlossen wir, zusammen zu laufen – was wir auch bis zum Ziel taten!
Dann ging es so steil wie es vorher hoch hing wieder runter. Das km 10 Schild sah ich nicht. Aber nach 1.20h war es klar, dass wir dran vorbei gerannt sein mussten.
Und dann wieder hoch und runter und hoch!
Mal steiler, mal weniger steil. An den Verpflegungsstationen gab es an jeder Station mehr und mehr Auswahl. An jeder Station legten wir 2-3 Minuten Pause ein, die gut taten…und irgendwas in den Magen bekommen musste man auch. Was sehr gut war, war das Extrasalz ab km 20. Ich habe mich auf die Wassermelonen und das Salz mit Gurken gestürzt. Und das Salzgebäck. Tat sehr gut und hat vermutlich einige Krämpfe verhindert.
Da nur jeder fünfte Kilometer ausgeschildert war, teilten wir uns das Rennen in 5km-Abschnitte ein. Irgendwann hat sich das Tempo bei ca. 7-8min/km eingependelt und hielt sich konstant, trotz schwierigerer 2. Hälfte. DIe Wegweiser fand ich ganz gut. Außer an zwei Stellen wo irgendwelche blöden Anwohner sich von der Sprühkreide gestört fühlten und die weggewaschen hatten. Was wohl leider auch zu einigen Verlaufern führte. An einer Stelle habe ich mir einen Stein genommen und versucht damit einen Pfeil auf das Asphalt für die nachkommenden Läufer zu malen. denn an der Stelle musste man wirklich raten wolang. Wir dachten uns „nach oben wird sicher richtig sein“. Außerdem hatte uns vorher ein netter Anwohner darauf hingewiesen: „An den Fachwerkhäusern links“. Gibt also wohl auch Anwohner, die ein Herz für uns Läufer hatten. Wir hatten an dieser Stelle schon fast 30km in den Beinen und das Verlaufen hätte sehr wehgetan.
Apropos Schmerzen. Also, ich dachte das es wegen der fehlenden langen Läufe sehr früh zu Schmerzen führen würde. Dem war aber Gott sei dank nicht so. War vielleicht auch der guten Renneinteilung geschuldet. Aber so ab ca. 26km rum tat das Bergablaufen einfach weh…von Abstieg zu Abstieg schlimmer. Ab km 30 meldete sich auch der Rest der Laufmuskulatur, jedoch wurde es nur langsam schlimmer. Das Schlimmste war eigentlich das Anlaufen nach den Verpflegungsstationen, die ich aber dringend brauchte. Habe mich über alles was sie hatten (Wassermelonen, Gurken, Orangen, Erdbeeren, Kiwis, Ananas, Salzgebäck, Schokoriegel, gefreut. Einfach alles, was man sich in so einer Situation wünschen kann, war vorhanden. Die Verpflegungsstation km 35/37 war echt die geilste. Danke Anja Blankenburg, aber auch alle anderen, unter anderem Ewout Hilferink bei 25 und alle anderen Helfer: Ihr wart spitze. Vielen Dank für den klasse Einsatz!
Joah, bei km 36 rum, spätestens ab da hatte ich nur noch Schmerzen, aber man hatte bei dem Auf und Ab und der teilweise recht technischen Trails, bei denen man bei jedem Schritt aufpassen musste wo man hintritt, einfach keine Zeit über die Schmerzen nachzudenken. sie waren halt da.
Landschaftlich war es die ganze Zeit wunderschön, wie aus dem Bilderbuch. Die Anstiege und viele Abstiege waren echt krass hart. Man sollte das Laufen in unebenem Terrain abseits von befestigten Wegen schon kennen, damit das unfallfrei vonstatten geht. Ein andere Läufer hat später erzählt, er sei bei einem der Gefälle gestürzt. Ein begleitender MTBler hat auch einen Sturz mit blutiger Lippe gehabt.
Für jeden harten Anstieg wurde man aber mit wunderschönen Ausblicken belohnt. Teilweise wäre ich gerne stehen geblieben und hätte die Aussicht genossen. aber ich habe mich darauf geeinigt, diese laufend zu genießen, denn den Anlaufschmerz -als Strafe- wollte ich auch nicht.
Habe teilweise auch gut rumgeflucht, aber ich wusste ja, das 1500 Höhenmeter kein Kindergeburtstag sind.
Die Strecke war die mit Abstand härteste, die ich jemals bewältigt habe. Der Röntgenlauf ist dagegen völlig topfeben…das hier war mehrere Nummern härter, viele Nummern härter“
Man kann die Stecke eigentlich gar nicht mit Worten beschreiben, weder ihre Schönheit, noch ihre gnadenlose Härte. Weder mit Worten, noch Fotos, noch Videoaufnahmen. Man muss das gesehen und gemacht haben, um das nachvollziehen zu können. Ich kannte vorher nämlich alle Bilder von den Vorjahresveranstaltungen. Alles an Videomaterial. Und das alles beschreibt nur einen Bruchteil der Strecke. Gibt einen ganz, ganz groben Einblick. Aber um eine wirkliche Vorstellung zu bekommen: Lauft und erlebt den Marathon selbst! Das ist das was ich dazu sagen kann. Jeder der sich in der lage sieht, 42km zu laufen, sollte das mal erlebt haben, eine Lebenserfahrung für die ich dankbar bin und sie auch nicht mehr missen möchte. Trotz aller Härte, es war unbeschreiblich schön und geil! Bergisches Land und ich, eine Liebe für`s Leben 😉
Na ja, wie dem auch sei, wir liefen zu zweit weiter und überholten 2 oder 3 andere Läufer. Wir hatten wohl eine sehr gleichmäßige Gesamtpace. Am Ende konnten wir das Tempo sogar ein bischen steigern. Der Abschnitt km 25-30 war in fast 49 Minuten, der Abschnitt 30-35 in knapp über 47 Minuten. Von 35-40 haben wir es sogar in 45 Minuten geschafft. Die letzten 2 Kilometer: keine Ahnung. Da erkannte ich aber schon Teile der Strecke wieder, unter anderem meinen Lieblingsaussichtspunkt an der Müngstener Bücke. Wo ich dieses Mal aber keinen Halt machen wollte. Die Schmerzen waren jetzt an der Grenze der Erträglichkeit und ich sehnte nur noch (gut gelaunt) das Ziel herbei.
Von der Ausdauer her war ich noch lange nicht fertig, die Energie hätte sicherlich auch noch für eine Stunde gereicht. Schließlich bin ich es, Dank meinem Triathlon Training und meiner Mitteldistanz, nun gewohnt gewesen 6h+ ununterbrochen Leistung zu bringen. Die Beine waren dies jedoch nicht mehr gewohnt und absolut am Ende. Ich war auch sehr dankbar, dass auf den letzten Kilometern keine technisch schwierige Passage mehr kam, denn jede Wurzel und jeder Stein an dem man die Beine höher heben musste, kam mir wie ein riesen Hindernis vor. Aber es ging alles. Ich hatte erwartet, mehr zu leiden. Klingt komisch, wenn man hinterher gesehen hat, wie ich gegangen bin nach`m Ziel…konnte mich ja kaum noch geradeaus auf den Beinen halten (wegen übermüdeter Muskulatur), aber trotz dessen und trotz aller Schmerzen war das alles wesentlich erträglicher als bei den letzten beiden Marathons. Ich bleibe dabei: Münster war der schlimmste Lauf meines Lebens!
Dann ging es irgendwann das letzte Hügelchen hoch. Dann kam der Sportplatz! Endlich! Jubel und erhobene Hände! Der Ewout klatschte mich auch nochmal ab, ich habe innerlich nur noch gestrahlt. Und dann kam das Ziel. Nicht sehr spektakulär, aber nach so einer Tortour durch das Bergische „Hochgebirge“ fand ich jede Art von Ziel toll. Denn „Ziel“ heißt: Vorbei, geschafft! Erfolgreich gefinisht! Hinsetzen und ausruhen! Ich war total glücklich und habe mir einen abgefreut! Erst noch etwas auf der Wiese rumgelegen und dann nach dem Duschen auf den Heimweg gemacht. Habe 2 andere sehr nette Läufer gefunden, die mich gefahren haben. Auch hierfür fettes Dankeschön! (falls ihr das lest :-))
Und jetzt bin ich zu Hause, mit kaputten Beinen, einer neuen Erfahrung und einer schönen Urkunde! 🙂
Ach ja: Die Zeit die auf der Urkunde steht? 5:50:04 🙂
Bei einer Marathon PB von 4:14h und der Tatsache, dass ich mit `nen Durchschnittspuls im unteren GA2 Bereich da durchgerannt bin, ich mich also auch angestrengt habe, kann man sich vielleicht grob ausrechnen, wie hart die Strecke war. Kein Einbruch, keine Krämpfe, nichts, Mein Energielevel war bis zum Ende top, auch Dank der genialen Verpflegung. Das war das höchste Tempo was einfach irgendwie ging! Aber wie oben schon geschrieben: Selbst laufen, anders kann man weder diese Strecke noch diese Zeit sinnvoll einordnen 🙂 Ich freue mich auf jeden Fall sehr über den geschafften 3. Marathon!
Jetzt erstmal schön erholen hiervon!

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Von Sascha Mörth (Team Meldeläufer)

Nicht über die Wupper gehen!
(…sondern dran vorbeilaufen)
Wupperbergemarathon, 27.09.2015
Als gebürtiger Wuppertaler konnte ich mir den Wupperbergemarathon durch das schöne Bergische Land nicht entgehen lassen. Und es sollte genau so großartig werden, wie ich mir das vorgestellt hatte. In der dritten Auflage schickte der umtriebige Lauforganisator und –moderator Oliver Witzke (u.a. RHEX, Bergischer 6h-Lauf) und sein Helferteam 88 Laufbegeisterte auf die traumhaft schöne Strecke mit etwa 1550 Höhenmetern.
Im Vorfeld lief es bei mir nicht ganz rund, und der WBM sollte ein Aufbauwettkampf werden zur Vorbereitung auf die bald anstehenden Höhepunkte im Herbst (Traildorado, Röntgenlauf). Michael Irrgang hatte mir noch eine zusätzliche Einheit mit schnellen Bergintervallen „verschrieben“, was sich sehr positiv auf meine Form auswirken sollte.
Zusammen mit Mario Luther (LG DUV) reiste ich auf den letzten Drücker an und nach Umziehen in Rekordzeit ging es auch direkt schon los.
Ich begann im verhaltenen Tempo und genoss gleich zu Beginn der Strecke den Anblick auf die Müngstener Brücke. Der Kurs führte auf leicht trailigem, aber gut laufbaren Untergrund durch wunderbare Waldlandschaften, an der Sengbachtalsperre vorbei und natürlich teilweise auch entlang der Wupper. Zahlreiche Steigungen und Downhills waren zu bewältigen, flach war die Strecke nur selten. Doch genau das sorgte für ein hohes Maß an Abwechslung und war für die Beinmuskulatur sehr angenehm. Einen großen Teil lief ich zusammen mit der späteren Siegerin bei den Damen, Claudia Stader. Bei Gesprächen über die Leidenschaft am Laufen und Austausch über andere tolle Veranstaltungen verging die Zeit wie im Flug. Trotz eher suboptimaler Voraussetzungen (wenig Schlaf und Feiern am Vorabend zuvor – Asche auf mein Haupt…) fühlte ich mich sehr gut und konnte ein sehr konstantes Tempo durchlaufen, wobei ich die Berge zu meiner eigenen Überraschung gut hochkam.
Unterwegs gab es sechs liebevoll betreute Verpflegungsstationen, die durch die netten Helferinnen und Helfer und allerlei Leckereien auffielen (Highlights: Frische Erdbeeren und Melone).
Nach 4:50h kam ich erfrischt und hochzufrieden ins Ziel und ließ den Tag bei Kartoffelsalat, Kuchen und alkoholfreiem Weizenbier gemeinsam mit den anderen Laufliebhabern ausklingen. Mario war die ganze Zeit über von starken Rückenschmerzen geplagt, kämpfte sich aber wacker bis ins Ziel durch und konnte seine Zeit vom Vorjahr wiederholen.
Bei den Herren teilten sich Michael Hilger (3:27:19) und Sven Winkelmann (3:52:11) den ersten Platz. Michael war als Erster im Ziel, hatte jedoch eine Schleife versehentlich ausgelassen. Da sein Vorsprung jedoch sehr groß war, einigten sich Veranstalter Oliver und die beiden Läufer auf den geteilten ersten Platz und bewiesen damit Augenmaß und Sportsgeist. Dritter wurde Matthias Völkel (4:07:28).
In der Damenkonkurrenz setzte sich Claudia Stader in 4:50:06h durch vor Sandra Winkelmann (5:15:50h) und Ute Zentgraf (5:31:42h).
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein kleines Gewinnspiel und die Vorstellung laufspezifischer Produkte.
Der WBM ist eine in jeder Hinsicht empfehlenswerte Veranstaltung. Wer entspanntes Laufen mit Freunden in schöner Landschaft zu genießen weiß, liegt hier genau richtig. Das anspruchsvolle Profil lädt aber auch zu ambitionierterem Laufen ein. Mir hat er eine ordentliche Portion Zuversicht für die anstehenden Wettkämpfe verpasst und ich freue mich bereits auf die 2016er Ausgabe!

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2 Kommentare zu „Bericht 2015“

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Privater Einladungslauf mit 1500 Höhenmetern bzw. 700 Höhenmetern beim Halbmarathon

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